Dach fledermausfreundlich
Wer Fledermäuse am Haus hat, hat keine Mücken.
So einfach diese Formel klingt, so einfach ist sie auch. Eine einzige
Fledermaus frisst einige tausend Insekten pro Nacht. Fledermäuse
nagen nicht, machen weder Dreck noch Lärm. Sie sind also nützliche
und angenehme Mitbewohner. Aber Fledermäuse haben ein Problem.
Für Fledermäuse
herrscht durch die moderne Bauweise Wohnungsknappheit. Aus diesem
Grund sind fast alle der etwa 30 in Deutschland beheimateten Arten
stark gefährdet.
Zum Beispiel bei einer Dachsanierung ist
es mit relativ wenig Aufwand möglich, unauffällige Quartiere
für Fledermäuse
einzubauen. Unten sehen sie die Dokumentation einer Dachsanierung,
bei der Wohnraum für bis zu 600 Fledermäuse geschaffen wurde.
Fledermäuse, die in Dächern wohnen, sind Spaltenbewohner.
Sie mögen es warum und eng. Also sollte das Quartier möglichst
auf der Südseite eines Hauses eingebaut werden.
 

Dieses fledermausfreundliche Dach in der Fledermausregion wurde
in Zusammenarbeit mit der Initiative Fledermausfreundliches
Haus geplant und von uns umgesetzt.
Bauanleitung
Die von uns eingebauten Fledermausquartiere im Rahmen
einer fledermausfreundlichen Dachsanierung (siehe
Fotos oben) bestehen aus zwei rauhen unbehandelten Platten, die
mit je einer Leiste an der Längsseite verbunden werden. Die
Leisten verjüngen sich von 2,5 cm nach oben auf 1,5 cm, so
dass das Quatier nach oben enger wird und dadurch für verschiedene
Fledermausarten gleichzeitig geeignet ist. An der Oberseite befindet
sich eine Leiste, die das Fledermausquartier abschliesst und vor
Zugluft schützt. Dieses Fledermausquartier wird bei einem
Ziegeldach zwischen die Lattung eingebaut. Damit die Fledermäuse
das Quartier gut finden können, sollte der Zugang an einer
Hausecke oder neben einer Gaube vorgesehen werden. Der Zugang erfolgt
über eine Lüftungspfanne. In das Lüftungsgitter
wird ein ca. 2 cm hoher Spalt geschnitten, der den Zugang zum Fledermausquartier
ermöglicht.
Fledermausquartiere dieser Art
können auch an der
Hauswand befestigt werden. Eine Bezugsquelle sind z.B. die Oldenburger
Werkstätten der Behindertenhilfe Ostholstein.
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